MOTORSPORT-REISEN.DE

Ihr Internetpartner in Sachen Formel 1

F1-Tickets
F1-Reisen
© REISEBÜRO IN DER SÜDSTADT GMBH 2002 - 2010
STARTSEITE RENNTERMINE 2010 FORMEL 1-INFOS REISEN & TICKETS REISEHINWEISE

GRAND PRIX VON AUSTRALIEN

(Melbourne, 28.03.2010)

Die Rennstrecke Tribünen-Tipps
Flugpauschalreise ab Eur 1635,- p.P. im DZ:
REISEBESCHREIBUNG BUCHUNGSUNTERLAGEN ANFORDERN

DIE RENNSTRECKE IM ALBERTPARK

Der alljährliche Saisonauftakt im Albert Park von Melbourne ist für die Teams die Stunde der Wahrheit. Jetzt zeigt sich, wo Technik und Fahrer stehen, und so manches sensationelle Testergebnis ist nach dem ersten echten Härtetest nicht mehr viel wert. Die in Australien im Vergleich zu den europäischen Teststrecken in der Regel viel höheren Temperaturen dürften für die oft hohe Ausfallrate bei diesem Rennen mitverantwortlich sein. Durch den Wechsel von schnellen Geraden und langsamen Kurven werden die Bremsen der Fahrzeuge stark belastet. So fiel Heinz-Harald Frentzen 1997 in Führung liegend durch einen Bremsendefekt aus. Auch erfahrene Fahrer bremsen vor den Kurven oft zu spät und machen einen "Ausritt" in die Wiese. Wenn dies nicht zum Ausfall führt, kann es aber zumindest den einen oder anderen Platz kosten. Der Kurs im Albert Park ist übrigens keine permanente Rennstrecke, sondern wird jedes Jahr für den Grand Prix neu präpariert.

Das Rennen des Jahres 2009 brachte den Beginn der beispiellosen Erfolgstory des Brawn-Teams. Während Jenson Button einen souveränen Start-Ziel-Sieg einfuhr, musste sein Teamkollege Rubens Barichello um den zweiten Platz hart kämpfen, nachdem er sich bereits in der Startphase bei einer Karambolage den Frontflügel beschädigt hatte. Der Brasilianer profitierte am Ende davon, dass Sebastain Vettel (RED BULL), an zweiter Stelle liegend bei einem Überholmanöver von Robert Kubica (BMW-SAUBER) die "Tür zumachte", was für beide Fahrer das Aus bedeutete. Bereits vorher hatten beide FERRARI das Rennen ruhmlos aufgeben müssen, während TOYOTA mit den Plätzen 3 (Jarno Trulli) und 4 (Timo Glock) aufhorchen ließen. Anders als BRAWN konnten die Japaner das hohe Niveau nicht halten und rutschten im Laufe des Sommers immer mehr in die Bedeutungslosigkeit ab; am Ende der Saison beendete die Firma ihr enorm kostspieliges und letztlich wenig erfolgreiches Formel 1-Projekt.
Das Auftaktrennen der Saison 2009 hatte noch ein Nachspiel am Grünen Tisch, nämlich in Form der Lügenaffäre vom MCLAREN-MERCEDES und Lewis Hamilton.

Das Rennergebnis 2009:
  1. Jenson Button (Brawn)
  2. Rubens Barichello (Brawn)
  3. Jarno Trulli (Toyota)
  4. Timo Glock (Toyota)
  5. Fernando Alonso (Renault)
  6. Nico Rosberg (Williams)
  7. Sebastien Buemi (Toro Rosso)
  8. Sébastien Bourdais (Toro Rosso)

Obwohl Melbourne - wie schon 2006 - in der Saison 2010 Bahrain zu Saisonbeginn den Vortritt lässt, werden die Fahrer gleichwohl mit den Tücken der Strecke zu kämpfen haben; Spannung pur ist auf jeden Fall gearantiert. Und dazu kommt, dass in den letzten 4 Jahren die Fahrer, die den GP von Australien gewannen, am Ende der Saison Weltmeister wurden ...

TIPPS ZUR WAHL IHRES TRIBÜNENPLATZES

Wo entlang einer Rennstrecke man sich seinen Beobachtungsplatz sucht, ist sicherlich eine Frage des persönlichen Interesses. Der eine möchte die Startphase und die - oft rennentscheidenden - Boxenstops keinesfalls verpassen, der andere liebt die Geschwindigkeit und postiert sich an einer schnellen Geraden. Spannung pur versprechen manche Schikanen und Kurven. Dann gibt es bei einigen Grand Prix Tribünen oder Stehplätze, von denen aus man einen beträchtlichen Teil des Kurses überblicken kann. Oft ergänzen auch große TV-Wände den direkten Blick auf die Strecke.

Detaillierte Karte der Rennstrecke (PNG, 1.4mb, neues Fenster)

Auch in Melbourne sind die meisten Tribünen entlang der Start- und Zielgeraden mit der Boxengasse platziert. Nach dem Start tut sich hier aber oft nicht mehr viel, denn Regenrennen mit vielen Boxenstopps sind in Australien die absolute Ausnahme. Viel interessanter ist das Ende der langen Geraden, denn das ist die entscheidende Stelle des Rundkurses. Fast alle Überholmanöver spielen sich hier eingangs der ersten Kurvenkombination (Kurven 1 & 2) ab. Mancher Fahrer verliert auch unfreiwillig die eine oder andere Position, weil er die Kurve im wahrsten Sinne des Wortes nicht kriegt und einen Ausflug in die Wiese macht. Die Tribünen Jones Stand oder Brabham Stand bieten deshalb beste Chancen, rennentscheidende Situationen hautnah mitzuerleben. Auch beim Qualifying sitzen Sie hier genau richtig. Der kleinste Patzer in der schwierigen Kurve kann beim Einzelzeitfahren die entscheidenden zehntel Sekunden kosten.

Foto Jones Stand Foto Brabham Stand
Blick vom Jones Stand (L) und vom Brabham Stand (R) auf Kurven 1 & 2
Lageplan Brabham Stand und Jones Stand
Ausschnitt des Streckenplans mit Jones und Brabham Stands

Der sich nun anschliessende Streckenteil besteht aus kurzen Geraden, auf die jeweils schikanenartige Kurvenkombinationen folgen, in denen man sich leicht verbremsen kann. Zudem sind die Passagen sich zum Verwechseln ähnlich, woraus ebenfalls der eine oder andere Fahrfehler resultiert. Für den Zugang zu diesen Streckenteilen benötigen Sie lediglich ein Stehplatz-Ticket ("General Admission"). Tribünen gibt es erst wieder in den Kurvenkombinationen, die die Gegengerade (eigentlich eine extrem langezogene Linkskurve) am Ostufer des Albert Park Lake einrahmen. Bei den Fahrern dürfte dieser Abschnitt für einen zusätzlichen Adrenalinstoß sorgen, fahren sie doch mit 300 km/h an einer Betonmauer entlang, um dann mit immerhin noch 200 km/h durch eine der schnellsten Links-Rechtskombinationen (Kurven 11 & 12) im Formel 1-Kalender zu fegen. Beobachten können Sie die rasante Kurvenfahrt vom Waite-Stand aus.

Foto Waite Stand
Blick vom Waite Stand auf Kurve 12

In einigen Rennen avancierte die nachfolgende Kurve 13 (Ascari-Kurve) zur wichtigsten Überholstelle. Leider gibt es ausgerechnet in diesem Bereich keine Tribünen. Die Ascari-Kurve liegt bereits im 3. Sektor, einem fahrtechnisch eher unproblematischen Abschnitt. Aber genau hier haben sich FERRARI und vor allem Michael Schumacher jahrelang die entscheidenden Sekunden erarbeitet. Von den Tribünen Schumacher Stand und Prost Stand aus können Sie die Feinheiten und Unterschiede bei den einzelnen Fahrern verfolgen, während sie die Kurven 15 und 16 nehmen. Kurve 16 ist von ganz entscheidender Bedeutung: nur wer hier optimal in die lange Start- und Zielgerade hineinbeschleunigt, hat an deren Ende genügend Speed, um aussichtsreiche Überholversuche starten zu können.

Foto Schumacher Stand Foto Prost Stand
Blick vom Schumacher Stand (L) und vom Prost Stand (R) auf Kurve 16
Lageplan Waite Stand und Prost Stand
Lageplan Waite, Prost und Schumacher Stands