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GRAND PRIX VON MALAYSIA

(SEPANG, 04.04.2010)

Die Rennstrecke Tribünen-Tipps
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DIE RENNSTRECKE IN SEPANG

Die 1999 fertig gestellte Rennstrecke in Sepang gilt immer noch als eine der modernsten und sichersten im Formel 1-Kalender. Der Kurs stellt hohe Herausforderungen an die Abstimmung der Fahrzeuge, die neben zwei sehr langen Geraden jeweils mehrere langsamen und schnelle Kurven zu bewältigen haben. Fahrer und Material haben mit tropischer Hitze und enormer Luftfeuchtigkeit zu kämpfen. Gewittergüsse können die Strecke blitzschnell unter Wasser setzen - und genauso rasch kann sie auch wieder abtrocknen. Die überall mindestens 16 Meter, in der letzten Kurve vor Start und Ziel sogar 25 Meter breite Fahrbahn erlaubt an zahlreichen Stellen Überholmanöver. Kein Wunder, dass die Fahrer trotz der extremen Witterung gerne hier antreten.
Gekämpft wird bereits auf den ersten Metern, manchmal so intensiv, dass es zur "Feindberührung" kommt. Michael Schumacher (FERRARI) und Juan-Pablo Montoya (BMW-WILLIAMS) brachten sich auf diese Art beim GP 2002 schon eingangs der ersten Kurve um alle Siegchancen.

Je später der Nachmittag desto größer ist in Sepang die Wahrscheinlichkeit für Monsunregen. Dass man für das Rennen 2009 die Startzeit auf 17:00 Uhr verlegt hatte, um den europäischen Fernsehzuschauern entgegen zu kommen, hatte schon im Vorfeld bei den Teams für Unbehagen gesorgt. Als das Rennen 20 Runden alt war, begann es tatsächlich zu regnen. Zu diesem Zeitpunkt hatten die meisten Fahrer ihren ersten Boxenstopp bereits absolviert, es führte Jenson Button (BRAWN). Da nun aber alle auf Regenreifen wechseln mussten, gewannen diejenigen, die auf eine Ein-Stopp-Strategie gesetzt hatten und deshalb bislang noch nicht an der Box gewesen waren einen Vorteil. So fand sich Nick Heidfeld (BMW-Sauber) plötzlich uaf dem zweiten Platz hinter Button wieder. Und den behielt er bis zum Rennende, dass bereits in der 32. Runde kam - die Sturzfluten zwangen zur Unterbrechung des Rennens. Als der Regen nach über einer Stunde nachließ, war es bereits zu dunkel geworden, um das Rennen noch einmal zu starten. Glückspilz Heidfeld musste sich wie alle anderen Fahrer auf den ersten 8 R6auml;ngen mit der halben Punktzahl begnügen, da bis zum Abbruch weniger als 2/3 der Renndistanz absolviert waren.
Im Jahr 2010 startet der GP von Malaysia übrigens bereits um 15:00 Uhr Ortszeit ...

Das Rennergebnis 2009:
  1. Jenson Button (Brawn)
  2. Nick Heidfeld (BMW-Sauber)
  3. Timo Glock (Toyota)
  4. Jarno Trulli (Toyota)
  5. Rubens Barichello (Brawn)
  6. Mark Webber (Red Bull)
  7. Lewis Hamilton (McLaren)
  8. Nico Rosberg (Williams)

TIPPS ZUR WAHL IHRES TRIBÜNENPLATZES

Wo entlang einer Rennstrecke man sich seinen Beobachtungsplatz sucht, ist sicherlich eine Frage des persönlichen Interesses. Der eine möchte die Startphase und die - oft rennentscheidenden - Boxenstops keinesfalls verpassen, der andere liebt die Geschwindigkeit und postiert sich an einer schnellen Geraden. Spannung pur versprechen manche Schikanen und Kurven. Dann gibt es bei einigen Grand Prix Tribünen oder Stehplätze, von denen aus man einen beträchtlichen Teil des Kurses überblicken kann. Oft ergänzen auch große TV-Wände den direkten Blick auf die Strecke.

Der Circuit in Sepang ist eine hochmoderne Rennstrecke, die so angelegt ist, dass man zumindest von den oberen Tribünenplätzen aus etwa die Hälfte des Kurses einsehen kann. Ein Fernglas ist deshalb ein unbedingt empfehlenswerter Ausrüstungsgegenstand. Es gibt einige Kurvenpassagen, die für Überholmanöver geeignet sind, so z.B. die leicht ansteigende Kurve 9 (Tribüne C3) und die etwas tückischen, sich in ihrem Verlauf verengenden Kurven 11 (Tribüne C1) und 13 (Tribüne B1). Weitaus mehr Überholversuche werden jedoch am Ende der langen Gegengerade in der Haarnadelkurve 15 mit ihrer 25 Meter breiten Fahrbahn unternommen. Ein Sitzplatz auf der Tower-Tribüne gibt nicht nur Einblick in die Kurve, sondern auch auf beide Geraden. Der wohl interessanteste Streckenabschnitt ist die enge Rechts-Links-Kombination, welche die Start- und Zielgerade abschließt (Tribüne K1). Wer in der Rechtskurve überholt wird, kann in der folgenden Linkskurve sofort kontern. Auch die missglückten Attacken von Michael Schumacher (FERRARI) auf Juan-Pablo Montoya (BMW-WILLIAMS) in 2002 bzw. auf Jarno Trulli (RENAULT) in 2003, mit denen er sich jeweils um die Siegchance brachte, spielten sich im genannten Streckenabschnitt ab.

Blick auf die Start- und Zielgerade
Blick auf die Start- und Zielgerade, wie er sich in etwa von der Tribüne K1 bietet.

Wenn der für Malaysia typische Sturzregen auftritt - wie zuletzt beim Rennen des Jahres 2009 - verlagert sich das rennentscheidende Geschehen von den Kurven in die Boxengasse (Tribünen Turquoise und Jade).

Streckenplan Malaysia mit Tribünentips